Raumkulinarik

„Näher als durch die Einverleibung kannst Du deinem Kunden nicht kommen“, ist bei uns schon länger ein geflügeltes Wort. Geprägt hat es Jörg Sellerbeck, der Erfinder der Raumkulinarik aus München. Jörg, ursprünglich gelernter Koch, ist einer unserer freien Kreativen und mir seit Jahren ein lieber Freund. Außerdem sind wir Leidensgenossen in Sachen Fußball. Als gebürtiger Bremer schlägt sein Herz für Werder, meines bekanntlich für den SC Freiburg und an Spieltagen beglückwünschen oder trösten wir uns gegenseitig via SMS.

Doch zurück zur Raumkulinarik. Nachdem wir diesen genialen Ansatz bereits mit Jörg für unsere Kunden umgesetzt hatten, wollten wir ihn nun endlich auch einmal bei uns und für unsere Gäste wirken lassen. Um es kurz zu machen: Er hat unsere Erwartungen in allen Bereichen übertroffen.

Charmanter, kreativer und inspirierender kann Catering nicht inszeniert werden. Nein, es geht nicht darum, mit Essen zu spielen. Ganz im Gegenteil. Die Wertschätzung von Nahrungsmitteln sowie die Achtsamkeit für Herkunft und Qualität stehen bei Jörg (unten links im Bild) an erster Stelle. Sein kreativer Geist vereint einfach lukullische Genüsse, räumliche Gegebenheiten und kommunikative Botschaften zu einer harmonischen und (gesprächs)anregenden Gesamtkomposition. In den loftartigen Räumen des Betriebswerkes, unserer Location für SHIFT2019, hat er hierfür unterschiedliche Installationen erdacht und aufgebaut, die es kulinarisch und künstlerisch-interpretativ in sich hatten.


Da gab es zum Beispiel zur Begrüßung einen Raum voll kleiner bunter und durch Fäden miteinander verbundener Vogelhäuser. So konnten die Gäste unser Versprechen „Wir verbinden Menschen, Marken und Märkte“ durch ein „Connectivity-Mobile“, gefüllt mit herzhaften und süßen Genüssen, im wahrsten Sinne verinnerlichen. Das Besondere an Jörgs Ideen sind die ebenso überraschenden wie inspirierenden Übersetzungen, mit denen er erst den Geist und dann den Gaumen erfreut. So wurden in besagtem Mobile die Menschen zu „Hummus Sapiens“, Marken zum „Signature Dish“ und aus Märkten ein „Frisch vom Markt“.


Auf dem Weg in den von Birken zart grün-geküssten Innenhof hieß es dann: „Raus aus der Schublade“. Mit dieser starken Analogie lud ein Schubladenschrank mit allerlei Brainfood dazu ein, genau das zu tun, was wir in unserem Leitartikel zum Namenswechsel beschrieben hatten.


Als dann der Applaus für die Keynote von Gunter Dueck verklungen war, öffnete sich der letzte kulinarische Raum. Es war Zeit für unser gemeinsames „Abendbrot“. Präsentiert wurde das bewusst bodenständige und regional gehaltene Essen auf einer beeindruckenden acht Meter langen „Werkbank inspirierender Realitäten“. Beschienen von opulenten Lüstern und belegt mit einer ebenso langen Tischdecke. Auf dieser fanden sich viele weitere Anregungen und Analogien, die - wunderschön gestaltet in Wort und Bild - als inspirierende Matrix eine weitere Kommunikationsplattform bot und damit einen gelungenen und geselligen Abend einläutete.


Alles zusammen in bewegten Bildern und zum noch einmal Genießen für alle, die dabei waren und für alle, die beim nächsten Mal gerne (wieder) dabei wären, hier unser kleiner Aftermovie von unserem Filmemacher David Ali Ungan.

Perfekt umgesetzt und ebenso hoch professionell wie wunderbar unaufgeregt gekocht, zubereitet und serviert wurden die Speisen von FR Catering aus Würzburg, mit dessen Inhaber Farroch Radjeh mich eine ebenso lange wie herzliche Freundschaft verbindet. Die Kombination aus diesem wundervollen Team und Jörgs verrückt genialen Ideen ist in Wert und Wirkung eigentlich unbezahlbar. Jederzeit gerne wieder!

Zurück

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

* = Pflichtfeld