"Uns schickt der Himmel"

Sonntag, 26. Mai 2019, 17.07 Uhr: Die 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) ist zu Ende. Bundesweit haben sich von Donnerstag bis Sonntag über 160.000 Menschen bei Deutschlands größter Sozialaktion engagiert, mehr als 26.000 davon in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Beteiligt waren 3.400 Gruppen, die soziale, politische und ökologische Projekte umsetzten.

Die Vielfalt dieser war beeindruckend: Es wurden Spielplätze neugestaltet, Altenheimbewohner besucht, Müll gesammelt, Theaterstücke vorgeführt, interkulturelle Feste organisiert, die Europawahl thematisiert, Rollstuhlrampen gebaut, Wohnungslose versorgt – und noch vieles mehr. So viel ehrenamtliches Engagement und Herzblut ist beeindruckend und die Aktion zeigt deutlich, dass das Jammern über die „desinteressierte und bequeme Jugend heutzutage“ nur Unkenrufe sind. Wer sehen will, was alles in diesen Tagen geleistet wurde, findet hier Informationen.

Eine der größten Gruppen war die DPSG Landau St. Albert – und mit dabei war Sebastian Schmitt, Senior Project Manager bei ottomisu und ehemaliger Vorstand und Mitarbeiter bei der DPSG. Am Donnerstag Mittag ging es direkt mit beeindruckend großem Rucksack von der Agentur nach Landau, wo nicht nur ein Projekt auf ihn und seine Pfadfinderkollegen wartete, sondern gleich mehrere Aufgaben. Die Herausforderungen für die über 100 Engagierten: In 72 Stunden sollte die Lourdes-Grotte in Herxheim komplett wiederbelebt, in Altenheimen Singstunden veranstaltet, auf der Kleinen Kalmit Bänke renoviert, eine Wand bei der Caritas neu gestaltet, ein Zoobesuch organisiert werden – und am Ende noch ein großes Fest  für alle Helfer und Menschen aus 18 Nationen inklusive kulturellem Austausch zur Europawahl ausgerichtet werden. Damit aber nicht genug: Zusätzlich sollen in den 72 Stunden 72 gute Taten erledigt werden. Ein volles Programm – dass Sebastian und sein Team aber ziemlich bravourös gemeistert haben.

Das ganze ottomisu-Team ist ziemlich beeindruckt von diesem ehrenamtlichen Engagement. Daher haben wir bei Sebastian mal nachgefragt, was er in den 72 Stunden so alles erlebt hat.

Das hört sich nach einer großartigen Aktion an, was Du am Wochenende erlebt hast - aber auch nach viel Stress. Wie ging es Dir am Montag danach?

Sebastian: So eine Aktion schlaucht natürlich körperlich ungemein, bringt aber so viel positive Energie und Motivation mit sich, dass es ein super Gesamterlebnis ist und zu weiteren Taten motiviert.

Was war das Spannendste, was Du in den 72 Stunden erlebt hast?

Sebastian: Es fing schon spannend an, denn die Aufgaben wurden uns erst nach und nach verraten. Sprich Logistik, Verpflegung, Material, Personen, Übernachtungsmöglichkeiten, Werkzeuge und Co. mussten alle ad hoc organisiert werden. Und wir hatten ja kein Riesenbudget, sondern mussten alles auf Spendenbasis oder mit wenig finanziellen Mitteln herbeischaffen. Das war schon ziemlich aufregend. Achja, und um alles noch etwas spannender zu machen, lagen unsere Aufgaben auf dem südpfälzischen Jakobsweg, den wir hierbei teilweise symbolisch gelaufen sind.

Auch wenn ihr ganz schön viele wart – alles schafft man ja nicht allein. Wer hat Euch unterstützt?

Sebastian: Wir wurden von vielen Helfern und natürlich unseren Freunden und Familien unterstützt. Besonders toll war, als die Feuerwehr Herxheim am Freitag Abend kam und die Scheinwerfer für uns angemacht hat. So konnten wir zu später Stunde noch weiter bauen. Diesen Zusammenhalt zu sehen und auch zu spüren ist schon ein ziemlich grandioses Gefühl, dass die Gemeinschaft langfristig und nachhaltig stärkt.

Habt ihr denn alles geschafft?

Sebastian: Das tolle ist, ja! Wir haben alle Aufgaben erledigen können. Der Teamzusammenhalt war großartig und somit hat es besonders viel Spaß gemacht.

Was hat Dich am stärksten beeindruckt?

Sebastian: Die Dankbarkeit der Gemeinde in Herxheim über die Aktion an der Lourdes-Grotte und den besonderen Einblick im Altenheim. Hier wird mit sehr viel Fürsorge gearbeitet und das bei einer sehr herausfordernden Arbeit. Durch die Gespräche mit den Bewohnern wurde auch mir hier eine neue Perspektive eröffnet, die einem sonst verschlossen bleibt als Außenstehendem.

Sebastian (links) beim Aktionsstart mit seinem Kollegen Max

Lieber Sebastian, Du hast uns mit Deinem Einsatz echt beeindruckt – und es war toll, dass Du uns quasi live hast daran teilhaben lassen. Du hast es in einer Nachricht so schön geschrieben: „Danke - jegliches ehrenamtliche Engagement ist wichtig und sollte gefördert werden! Wir haben hiervon ganz viel in der Firma und sollten uns umso öfter dazu austauschen. Auch ein Danke zurück für die Flexibilität und den Rückhalt von ottomisu, ist auch nicht selbstverständlich und ohne diesen nicht machbar.“ Den Dank geben wir gerne zurück – denn wir sind stolz und glücklich, dass unsere Mitarbeiter*innen sich neben ihrer Arbeit für die Gemeinschaft und das Gelingen von Beziehungen in unserer Gesellschaft einsetzen.

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