Die digitale Reise

Jan-Peter Oppenheimer ist seit Februar als „kreativer Digitaler“ bei ottomisu an Bord. Er unterstützt uns in den Bereichen Digitale Kommunikation und Beratung und ist an der Schnittstelle zwischen digitaler und Live-Kommunikation eine wertvolle Verstärkung. Jan-Peter ist also genau der richtige, um einen Ausblick zu geben, wohin die digitale Reise geht – daher haben wir ihn dazu interviewt.

Jan-Peter, was glaubst Du, was sind die Themen rund um Digitales und Social Media, die in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen?

OS-übergreifende Apps, also progressive Apps, sind sicherlich ein wichtiges Zukunftsthema bei der Weiterentwicklung von Website-bzw. App-Touchpoints. Die Reduktion von Entwicklungszeit und -kosten und die Nutzung nativer Funktionen, wie die Einbindung des Kalenders, wird einen erneuten Schwung in diesen Bereich bringen. Das Angebot wird aus meiner Sicht zunehmen und es eröffnen sich viele Möglichkeiten, die man nutzen kann, auch besonders im Eventbereich.

Große Trends wie Augmented und Virtual Reality werden ebenso einen Boom erleben, wie der Einsatz intelligenter Systeme – ich glaube gerade im Bereich der natürlichen Sprachassistenz, Objekterkennung und Autonomisierung werden wir ungeahnte Veränderungen erleben dürfen.

Allgemein kann man festhalten: schneller, schlanker, intelligenter, realistischer und vor allem interessanter.

Was sind aus Deiner Sicht die größten Herausforderungen für Unternehmen im digitalen Zeitalter? Welche Strategien werden benötigt, um weiterhin erfolgreich zu sein?

Es muss Unternehmen gelingen, mit wachsendem Einsatz digitaler Tools, neuen digitalisierten Prozessen und Entwicklungen, ihre Mitarbeiter und Kunden nicht abzuhängen. Wichtig ist aus meiner Sicht, dass gerade die Mitarbeiter digital „fit“ gemacht werden, Kompetenzen vermittelt werden und die Menschen wirklich verstehen, warum etwas so gemacht wird.

Des Weiteren hoffe ich sehr darauf, dass Unternehmen, die gerade dabei sind die Digitalisierung zu meistern, nicht nur eine Möglichkeit für „mehr Roboter“ und „weniger Mensch“ sehen. Es ist essentiell wichtig, die Menschen bei der Digitalisierung von Unternehmensprozessen mitzunehmen, neue Aufgabenprofile und Kompetenzfelder zu fördern und zu entwickeln.

Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass es aber auch große Herausforderungen geben wird, wenn die Politik gezwungen ist, hinter der Entwicklung her zu laufen. Vieles was heute schon technisch möglich ist, ist in der Gesetzgebung noch zu wenig oder überhaupt nicht berücksichtigt. Und auch hier gilt: mehr Digitalkompetenz ist dringend notwendig.

Wie werden sich Live- und digitale Kommunikation ergänzen?

Zunächst einmal bin ich fest davon überzeugt, dass ottomisu wirklich verstanden hat, worauf es in Zukunft ankommt – ob analog, live oder digital, um erfolgreich zu werden oder zu bleiben, müssen es Marken schaffen, eine echte Beziehung zu ihren Kunden einzugehen. Klar ist es auf den ersten Blick gar nicht so einfach, sich das konkret vorzustellen. Aber wir alle präferieren, ganz im Sinne von Simon Sineks „Start with Why“, dass ein Markenkern und die zugrunde liegenden echten Werte den Unterschied machen, ob der Nutzer sich mit einer Marke identifizieren kann. In der echten Welt können digitale Kontaktpunkte Identifikationspotentiale sichtbar und (be)greifbar machen. Bei eigentlich digitalen Produkten wie Uber oder AirBnB ist das leicht zu erkennen: Erst durch die Erfahrungen in der realen Welt wird die Marke erlebbar. Aber ich glaube, dass es ein wichtiger Erfolgsfaktor für Marken ist, digitale und reale Interaktion zu verbinden. Die klassische Visitenkarte im Netz hat ebenso ausgedient wie das Silodenken in „analog“ und „digital“. Wir sollten vielmehr schauen, wo es Touchpoints rund um die Customer Journey gibt, die wir sinnvoll mit digitalen Tools unterstützen können.

Was bedeutet das für uns? Wie sieht die digitale Zukunft bei und für ottomisu aus?

Die Zukunft wird spannend. ottomisu wird stärker als digitaler Dienstleister auftreten und wir sind ja bereits dabei, das Portfolio zu vergrößern. Zum einen erweitern wir unsere interne digitale Kompetenz stetig und beraten unsere Kunden bereits rund um Markenführung und Kommunikationsstrategien auch im digitalen Bereich.

Zum anderen wird unser Angebot an digitalen Tools bei der Live-Kommunikation breiter und tiefer und wir werden noch stärker darauf achten, mit passenden Angeboten das Live-Erlebnis zu optimieren, um damit den Beziehungsaufbau nachhaltig zu fördern. Auch wenn das Wort schon oft gefallen ist, wir müssen schauen, an welchen Touchpoints wir digitale Unterstützung sinnvoll einsetzen können. Und das ist ja das, was wir bei ottomisu machen: Verbindungen zwischen Menschen, Marken und Märkten zu schaffen, live und digital.

 

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