Kosten für Events und Messen explodieren

Wenn wir aktuell an der Supermarktkasse auf den Kassenbon schauen, fällt die dort angeführte Summe oft höher aus, als wir es vielleicht gewohnt sind. Beim Tanken unserer Autos achten wir aktuell ganz genau darauf, wann und wo sich noch der ein oder andere Cent pro Liter sparen lässt. Und Bahnfahren ist dank des 9€-Tickets aktuell zwar noch günstig, jedoch werden auch diese Preise ab September wieder steigen. Alles in allem lässt sich festhalten: Das Leben wird gerade teurer und teurer. Zudem ist immer noch Krieg in Europa, die Klimakrise macht keine Pause und dann war (und ist) da ja auch noch eine Pandemie.

Diese Einflüsse machen auch vor der Eventbranche nicht halt und ihre Auswirkungen sind deutlich spürbar. Das bestätigt auch eine gemeinsame Metastudie des fwd: Bundesvereinigung Veranstaltungswirtschaft e.V. und des R.I.F.E.L. (Research Institute for Exhibition and Live-Communication) zu den aktuellen Kostensteigerungen für Live-Event- und Messeformate. Die Studie verdeutlicht: Infolge der aktuellen Teuerungen und Pandemiefolgen ist die Situation in der Branche angespannt. Alle nachstehenden Zahlen, Entwicklungen und Trends beziehen sich auf die Metastudie des R.I.F.E.L., welche hier vollständig abrufbar ist.

Bild: ottomisu

 

In der Metastudie werden vor allem die Gründe sowie Auswirkungen der aktuell allgegenwärtigen Preissteigerungen herausgearbeitet. Mit ausschlaggebend ist das Fehlen von Personal in nahezu allen Bereichen und Gewerken. So gibt es aktuell deutlich weniger Fachkräfte als noch 2019 – der Mitarbeiterschwund beläuft sich hier auf -54,5%. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Live-Events und -Messen stark an. Zudem sollen viele Live-Erlebnisse möglichst zeitnah realisiert werden, da für den kommenden Winter bereits wieder Veranstaltungsrestriktionen erwartet werden. So reduziert sich die Saison in diesem Jahr von 12 auf sechs bis neun Monate. Diese anziehende und zeitlich stark konzentrierte Nachfrage trifft jedoch auf nur noch wenige Anbieter und geringere Marktkapazitäten und lässt dadurch die Personaleinsatzkosten steigen. Zudem haben sich die Kosten – von der Beschaffung von Rohstoffen bis hin zum Transport – stark nach oben entwickelt.

Doch was bedeuten diese Entwicklungen für auftraggebende und ausführende Unternehmen? Die Studie liefert folgende Ergebnisse und Ausblicke:

  • Insgesamt werden Live-Events und -Messen im Vergleich zu 2019 um mindestens 45% teurer. Unternehmen müssen zudem von weiteren Kostensteigerungen in den kommenden Monaten ausgehen.
  • Aufgrund der benötigten großzügigeren Budgets werden Live-Erlebnisse gezielter eingesetzt werden. Durch die hohe Auslastung der Zulieferer steigen die Vorlaufzeiten und Bestellfristen.
  • Und nicht zuletzt sind Nachhaltigkeit und Hygiene zu einem festen Bestandteil von Event- und Messekonzepten geworden und sind als solches ebenfalls noch einmal Kostentreiber.

Bleibt die Frage, wo wir uns als Agentur in dieser Gesamtgemengelage und den aktuellen sowie zukünftig zu erwartenden Entwicklungen wiederfinden. Hierzu hatte unser CEO, Jörn Huber, bereits im April ein Statement abgegeben – das auch weiterhin Gültigkeit hat: „Der Markt ist derzeit hoch dynamisch und volatil. Es bleibt auf jeden Fall noch eine ganze Weile unruhig, aber auch hoch spannend. Hohe Flexibilität und Agilität sind weiterhin Trumpf. Insgesamt haben wir als ottomisu die Krise bisher gut gemeistert, da wir unser Portfolio bereits im Rahmen unserer Neupositionierung 2018 um den Bereich digitale und virtuelle Kommunikation erweitert haben. Darüber hinaus haben wir uns während der letzten beiden Jahre auch inhaltlich, strukturell und in Bezug auf unsere Kompetenzen und Ressourcen weiterentwickelt. Wir freuen uns daher auf eine spannende und hoch dynamische Eventsaison 2022/2023.“ Das gesamte Interview gibt es hier.

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